Berufsinformationsmarkt Fürstenfeldbruck

Berufsinfomarkt FFB

 

Am Sonntag, den 20. März 2011, nahmen Kolleginnen und Kollegen unserer abH Maßnahme Landkreis Fürstenfeldbruck am jährlich stattfindenden Berufsinformationsmarkt teil. Im Lauf des Tages gab es Gelegenheit für Gespräche mit Vertretern der Berufsschule, des Landrats-
amtes, der Kreishandwerkerschaft und natürlich mit vielen Eltern und Jugendlichen, die wie jedes Jahr die Ausbildershow des Landkreises besuchten.

Die Region München hat dank ihrer Wirtschaftskraft die Jahre der Finanz- und Wirtschaftskrise gut überstanden. Die Arbeitslosenquote bei den Unter-25-Jährigen ist 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 % gesunken. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 20 ist um 13,2 % zurückgegangen.

Die Unternehmen im Münchner Umland bilden auch wieder verstärkt aus. Bis Ende September 2010 schlossen die Ausbildungsbetriebe in der Region München 2.164 neue Lehrverträge ab. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Einzelnen (die Zahlen für die von der Anderwerk abH-Maßnahme betreuten Landkreise):

  • Landkreis Dachau: insgesamt 202 neue Ausbildungsverträge (plus 1 Prozent)
  • Landkreis Fürstenfeldbruck: insgesamt 342 neue Ausbildungsverträge (minus 1 Prozent)
  • Landkreis Starnberg: insgesamt 282 neue Ausbildungsverträge (plus 9 Prozent)

„Die Ausbildungsbereitschaft der IHK-Betriebe und der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist ungebrochen hoch“, betont Michael Rosenheimer, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Dachau-Fürstenfeldbruck. Viele Betriebe hätten auch dieses Jahr ihre Lehrstellen bislang nicht besetzen können. Ursache sei zum Einen der Rückgang der Schulabgängerzahlen und der stetig steigende Trend zur weiterführenden Schulen. Darüber hinaus hapere es oft an der Ausbildungsreife der Jugendlichen.

Die Schere zwischen Angebot / Ausbildungsstellen und Nachfrage / Bewerber klafft zunehmend auseinander. Vor allem das Handwerk hat Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden.

Rudolf Baier, Sprecher der Handwerkskammer München / Oberbayern, kommt zu einem ähnlichen Fazit. Neben dem demografischen Wandel hätten die Unternehmen vor allem damit zu kämpfen, dass „viele der Bewerber überhaupt nicht mehr ausbildungsfähig sind“. Neben zu geringen Mathematik-Kenntnissen kritisiert er, dass viele „eine schlechte Ausdrucksweise im Deutschen“ hätten. „Außerdem mangelt es an den Sekundär-Tugenden wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und Sauberkeit“.

Foto links (v.l.): Maria Pretsch, Martin Strobl
Foto rechts (v.l.): Martin Strobl, Maria Pretsch, Herbert Ringe