Stationen der Entwicklung von 1983 bis 2008

1983

  • Übergang Schule - Beruf
    Modellprojekt in Milbertshofen
    Träger: AWO Landesverband Bayern

 

1985

  • Umzug nach Pasing in die Planegger Straße 125
  • IHK-Ausbildung zum Raumausstatter
  • Berufsvorbereitende Qualifizierungswerkstatt Holz und Metall
    Träger: AWO Landesverband Bayern

 

1991

  • INBUS GmbH (Innovation in Bildung und Sozialarbeit)
    Gründung der gemeinnützigen GmbH
  • Gesellschafter: AWO Kreisverband München, AWO Landesverband Bayern, AWO Bezirksverband Oberbayern, Mitarbeiterverein


Die neunziger Jahre waren geprägt von der Umsetzung des neuen Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG). Defizite in der Kinder- und Jugendhilfe wurden aufgegriffen, hilfreiche Projekte konzipiert und mit vorwiegend kommunaler Unterstützung umgesetzt. INBUS beteiligte sich an diesem Prozess mit folgenden zusätzlichen Projekten:

 

1991

  • IHK-Ausbildung zum Schreiner
  • U-TURN
    Niedrigschwellige Suchtprävention mit dem Schwerpunkt Erlebnispädagogik

 

1993

  • Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)
    Stützunterricht und sozialpädagogische Betreuung von Auszubildenden in Münchner Betrieben und Arztpraxen, deren Ausbildungserfolg gefährdet ist.
  • Computer & Ausbildung
    Entwicklung von speziellen elektronischen Lernmedien für benachteiligte junge Menschen in und vor einer Ausbildung.
    Heute: anderNet
  • Betreutes Jugendwohnen
  • Lernstatt Recycling
    Die Lernstatt recycelt Alt-Kfz und Elektronikschrott; in ihr sind Sozialarbeit, Ökologie und Ökonomie zu einem betrieblichen Gesamtkonzept verknüpft.

 

1995

  • CHANCE
    Arbeitserprobung für Sozialhilfeempfänger/innen in den Bereichen Kantine, Möbelverkauf und Bürotechnik (EDV)

 

1996

  • Deutsch als Fremdsprache (DaF)
    Die Deutschkurse für arbeitslose Männer werden initiiert und durchgeführt, weil Sprachprobleme sich als wesentlicher Hinderungsgrund zum Erlangen eines Arbeitsplatzes sowie zur gesellschaftlichen Integration herauskristallisieren.


Die breite Palette aufeinander bezogener Angebote von INBUS ließen sich durch einen Finanzierungs- und Risiko-Mix realisieren, der zum damaligen Zeitpunkt in München außergewöhnlich und beispielgebend war. Kooperationspartner waren schwerpunktmäßig die LH München und Arbeitsverwaltung sowie der Europäische Sozialfonds (ESF).

 

1999

  • INBUS wird zu Anderwerk
    Aus dem Projekteverbund ist ein sozialer Betrieb geworden. Die Wandlung und Weiterentwicklung soll durch den Namenswechsel symbolisiert werden.

    Ausbildung zum Schreiner und Raumausstatter:
    Erster Drei-Jahres-Vertrag mit der LH München für den Bereich Ausbildung.
  • Projekt Arbeitswege
    Erstes gemeinsames Projekt des Jugendamtes und Arbeitsamtes (heute: Agentur für Arbeit) zur Berufsvorbereitung in München.

 

2000

  • Andermahl
    Qualifizierung und Integration junger Menschen im Gastronomiebereich

 

2001

  • Agentur Wohnwerk
    Wohnraumberatung und -vermittlung in München für auswärtige Auszubildende und junge Arbeitnehmer/innen. Die LH München und die Agentur für Arbeit kooperieren auch bei diesem innovativen Projekt.

 

2002

  • Berufsschulsozialarbeit
    Sozialpädagogische Betreuung an der Berufsschule für Fachkräfte in Arzt- und Tierarztpraxen und pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA), Berufsschule für Zahnmedizinische Fachangestellte sowie Berufsschule für Körperpflege. Anderwerk kooperiert hier mit dem Kolping-Bildungswerk DV München und Freising e.V. und dem Euro Trainings-Centre ETC e.V.

 

2004

  • Fusion (Juli)
    Die Anderwerk GmbH fusioniert mit dem Perspektive e.V. sowie zwei Projekten der Arbeiterwohlfahrt

    Geschäftsführung: Jürgen Salzhuber, Jutta Oxen
    Gesellschafter: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband München-Stadt e.V. und Projekte für Jugend und Sozialarbeit e.V.


Durch die Fusion kommen folgende neuen Projekte ins Anderwerk-Boot:

 

  • Druckerei Print
    Beschäftigungsbetrieb für Menschen mit psychischen und sozialen Handicaps sowie Langzeitarbeitslose
  • Holzwerkstatt ProNova
    Beschäftigungs- und Qualifizierungsbetrieb für psychisch beeinträchtigte und behinderte sowie langzeitarbeitslose Menschen
  • Hilfe zur Arbeit
    Hilfe beim Berufseinstieg für arbeitslose Menschen
  • EMSIG
    Beschäftigungsprojekt im handwerklichen Bereich
  • Der Bereich Jugendwohnen wechselt zur AWO München gemeinnützige Betriebs-GmbH.
  • Cashless
    Das Präventionsprojekt Jugendschulden beginnt seine Arbeit. Hier kooperiert die Anderwerk GmbH mit der AWO München gemeinnützige Betriebs-GmbH, dem DGB Region München sowie dem Kreisjugendring München.


Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe im Rahmen von Hartz IV führt ab 2005 zu erheblichen strukturellen, rechtlichen und fördertechnischen Umwälzungen. Im Juli 2005 beschließt der Stadtrat, die Mantelkosten der sozialen Betriebe in München weiterhin zu fördern.

Neben der LH München ist nun ein wesentlicher Kooperationspartner von Anderwerk die ARGE für Beschäftigung München GmbH. Die Agentur für Arbeit zieht sich als Zuschussgeber aus einigen Maßnahmen zurück.

 

2005

  • Die Jugendwerkstätten (Ausbildung, Arbeitswege, Andermahl, U-TURN) ziehen von Pasing nach Moosach in die Gärtnerstraße. Eigner des Gebäudes ist der AWO Kreisverband München e.V.
  • Berufsschulsozialarbeit
    Die Berufsschule für Holztechnik und Innenausbau wird von Anderwerk betreut, die Berufsschule für Körperpflege geht an einen anderen Träger.

 

2007

  • Wechsel in der Geschäftsführung
    Geschäftsführer: Jürgen Salzhuber, Brigitte Meier
    Prokura: Karin Graxenberger, Margarete Lohbihler-Bender

 

2008

  • Ausgliederung Print + ProNova zu Perspektive