Theaterprojekt: Cash – Wofür? Cashless – Was dann?

Erfolgsgeschichte aus dem Bereich „Cashless“

cashless theater bellevue

11 Schüler*Innen mit und ohne Migrations- oder Fluchthintergrund, ein toller Raum mit Bühne, eine Theaterpädagogin und fünf Nachmittage Zeit. Herausgekommen sind berührende Szenen, die das Publikum so einnehmen, dass dem Spiel noch ein langes Publikumsgespräch folgte. Aber der Reihe nach:

Am Anfang stand die Frage: Wie erreichen wir junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergund, um mit ihnen über den Umgang mit Geld zu sprechen? Immer wieder findet das Cashless-Team neben der regulären Präventionsarbeit an Schulen und Begegnungsstätten neue kreative Wege: Filmprojekte, Foto- und eben auch Theaterprojekte.

Hinzu kam das Wissen von Ruth Pfeffer, Projektleitung des Jugendschuldenpräventionsprojekts CASHLESS-MÜNCHEN, dass Bellevue di Monaco nicht nur ein toller Verein ist, sondern auch einen super Theaterraum hat und offen ist für Ideen.

Kooperationsprojekt von CASHLESS-MÜNCHEN und Bellevue die Monaco

Ruth Pfeffer, selbst auch ausgebildete Theaterpädagogin und mit  CASHLESS-MÜNCHEN erfahren in kreativen präventiven Theaterprojekten, nahm in der Folge mit zahlreichen Schulen Kontakt auf und stellte die Theateridee dort vor. Anschließend besuchte sie die Klassen und am Ende meldeten sich elf mutige Schüler*Innen, die mitmachen wollten.

Bei was? Theaterimprovisation rund um das Thema Geld. Fünf Nachmittage kreisten die Gedanken, die Dialoge, das Spiel, die Improvisation und die Pantomime der jungen Erwachsenen um Cash haben oder nicht. Grundlage waren eigene Erfahrungen, Ansichten und Fantasien. Eine Theaterpädagogin unterstützte die Jugendlichen dabei, dies in Spiel und Worte umzusetzen.

Große Emotionen bei Zuschauern und Schauspieler*Innen

Am 8. März war es dann soweit. Nachdem sie fleißig in den Faschingsferien geprobt hatten, präsentierten sie nun eine kleine Werkschau im Bellevue di Monaco. Dabei zeigten sie verschiedenen Szenen, die unter anderem ihre Erfahrungen mit Schleppern und die Obdachlosigkeit in München thematisierten. Aber es ging auch um die Freude, die Möglichkeiten und die Gier, die durch Geld wachgerufen werden können.

Bei der Entwicklung der Szenen und den Proben hatten die jungen Schauspieler*Innen viel Spaß und sehr viel Engagement gezeigt. Dementsprechend groß die Spielfreude und die Emotionen, die auch bei den Zuschauern ankamen.

So fand im Anschluss zum Theaterabend ein moderiertes Nachgespräch mit den Schauspieler*Innen und dem Publikum statt. Hier zeigte sich, dass die Aufführung im Bellevue die Monaco zu einem beeindruckendem und berührendem Theatererlebnis geworden war – für beide Seiten, die Zuschauer*Innen und die jungen Darsteller*Innen.