U-Turn: Graffiti-Workshop – Wenn aus Ideen Farbe wird

Erlebnispädagogik im Bereich „U-Turn“

Spraydosen, neue Techniken – und plötzlich eine ziemlich konkrete Idee: Die Kantinenwand bei anderwerk könnte mehr sein als nur Fassade.

Den Auftakt machte ein Graffiti-Workshop im Kunstlabor München. Die Auszubildenden konnten dort ausprobieren, was sie sonst nicht machen: groß denken, Farbe einsetzen, Fläche gestalten. Und genau daraus ist mehr entstanden.

Initiiert wurde das Projekt von Thea Schmitt, Projektkoordinatorin bei U-Turn. Sie bringt nicht nur Erfahrung aus der Arbeit mit Jugendlichen mit, sondern auch aus ihrer Bachelorarbeit zur App Actionbound – ein Tool für mobile Lern- und Erlebnisformate. Jetzt fließt das Ganze in ein ganz praktisches Projekt: Gestaltung, Austausch und gemeinsames Arbeiten verbinden.

Workshop setzt Kreativität frei

Die Idee:
Die Außenfassade der Kantine gestalten – ein Ort, an dem viele der Jugendlichen täglich ihre Pausen verbringen.

Und zwar gemeinsam:
Raumausstattung, Schreinerei und Berufsorientierung sollen jeweils ihren eigenen Teil entwickeln. Jede Gruppe bringt das ein, was sie kann – und zeigt, was sie ausmacht.

Inspiration kam auch aus Berlin: Bei einem Besuch im Graffiti-Museum hat Thea Schmitt Eindrücke gesammelt, Bilder mitgebracht und das Projekt weitergedacht.

Die Lust ist da – vor allem bei den Raumausstattern.
Die eigentliche Herausforderung beginnt jetzt: alle Bereiche zusammenzubringen und daraus ein gemeinsames Ergebnis zu entwickeln.

Der Workshop war der Start.
Die Wand ist der nächste Schritt.

Viele der Jugendlichen kommen aus prekären Lebenssituationen, in denen solche Ausflüge selten bis nie stattfinden. Umso größer ist die Wirkung: neue Perspektiven, neue Kontakte, neue Zuversicht.