U-Turn: Freundschaften knüpfen auf dem Gipfel der Berge

Erlebnispädagogik im Bereich „U-Turn“

Die Idee kam von den Jugendlichen selbst: ein gemeinsamer Ausflug in die Berge. Organisiert wurde der BBJH-Wandertag von Thea Schmitt, Projektkoordinatorin von U-Turn bei anderwerk. Rund 12 Jugendliche nahmen teil.

Im Mittelpunkt stand diesmal Austausch und gemeinsames Erleben – Ausgangspunkt war eine spürbare Konkurrenz zwischen einigen Jugendlichen aus der Berufsorientierung und den Auszubildenden. „Unser Ziel war es, diese Dynamik aufzubrechen“, so Thea Schmitt. „Ich hatte gehofft, dass der Austausch etwas verändert.“

Erste Gelegenheit: die gemeinsame Zugfahrt mit ungezwungenen Begegnungen und eben den gewünschten neuen Konstellationen. Pädagog*innen konnten zuhören, begleiten und später auch gezielt fragen, wo sie noch unterstützen können. „Und es fing gut an“, so Thea Schmitt. „Was ich mehrfach gehört habe war ‚da war ich auch‘, ‚das kenn’ ich‘ und ‚ging mir damals genauso‘.“

Höhenangst kurz überwunden

Auf dem Weg in die Berge selbst wurde die Wirkung bereits sichtbar.
Eine Teilnehmerin litt unter Höhenangst und so war die Gondelfahrt eine große Herausforderung. Mit Unterstützung aus der eigenen Gruppe, aber eben auch durch neue Bekannte, hat sie es geschafft.

Beim gemeinsamen Rodeln entstand das, was geplant war: Leichtigkeit und Gemeinschaft. Wem die Kondition ausging, der kehrte früher um und auch hier nutzen die Pädagog*innen die Gelegenheit zum Einzelgespräch. Das ging dann beim späteren Spaziergang am Eibsee weiter.

Besonders entscheidend war der Austausch unter den Jugendlichen selbst:
Eine Auszubildende aus dem Kfz-Bereich schwärmte von ihrer aktuellen Stelle. Diese positive Stimmung zeigte sofort Wirkung: Eine Teilnehmerin aus der Berufsorientierung nahm im Anschluss an den Ausflug an einem Bewerbungstraining im Kfz-Bereich teil. „Meine Hoffnung hat sich also voll erfüllt“, freut sich Thea Schmitt. „Dass die Motivation gleich so überschwappt, hat mich tatsächlich positiv überrascht. “Aus der Gruppe selbst kam das vielleicht treffendste Fazit: „Mega Tag. Mehr kann ich nicht sagen.“

Viele der Jugendlichen kommen aus prekären Lebenssituationen, in denen solche Ausflüge selten bis nie stattfinden. Umso größer ist die Wirkung: neue Perspektiven, neue Kontakte, neue Zuversicht.